Selbstgemachte Suppenwürze

von Michaela Kohlbacher-Schneider E-Mail

Wenn der Herbst in seine kältere Hälfte übergeht und absehbar ist, dass Gemüse und Kräuter im Garten nicht mehr lange überleben werden, dann gehen wir daran, unser Gemüse in Suppenwürze für den Winter und Frühling zu verarbeiten. Da diese Suppenwürze ohne Halbarkeitsmittel im Sinne irgend welcher E-Substanzen und ohne gehärtete Fette auskommt, bezeichne ich sie gern als Lebensmittel. Sogar mein Mayer-Arzt, der mich bei meinen jährlichen Entschlackungskuren unterstützt, hat dieses Rezept für kurwürdig befunden.

Auch die Zubereitung, die zwar arbeitsaufwändig ist, macht viel Spaß. Wir sitzen als ganze Familie einen Nachmittag lang zusammen und werkeln gemeinsam, manchmal sogar mit Freunden, die auch eigene Suppenwürze machen wollen. Alles in allem ein geselliger Nachmittag, der viel von der familiären Atmosphäre früherer Tage wiederbringt.

  •  Sellerieknollen
  • Karotten
  • Pastinaken
  • Peterwurz
  • Petergrün
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Porree
  • Fenchelknollen
  • Liebstöckel
  • Meersalz
  • Olivenöl
  • Mengen nach Geschmack,
  • Ergänzungen mit eigenen Gemüsesorten möglich
  1. Das ganze Gemüse kleinschneiden (Würfel mit 1 mm Kantenlänge anpeilen),
  2. ausreichend salzen (1/2 bis 1 kg Salz auf 7 kg Gemüse)
  3. gut mischen,
  4. in luftdicht verschließbare Gläser (Rexgläser) füllen.
  5. Beim Einfüllen mit dem Löffel sehr gut festpressen, bis Gemüsesaft austritt und fast über dem geschnittenen Gemüse steht.
  6. Abschließend mit Olivenöl eine luftdichte Schichte auf das Gemüse gießen, so dass kein Gemüsestück mehr an der Luft ist.
  7. Glas verschließen und auf gerader Fläche dunkel lagern (Kellerregal).

Angebrauchte Gläser im Kühlschrank aufbewahren und ggf. Gemüse mit Löffel nach Entnahme wieder eben pressen und mit Öl versiegeln.

Die Suppenwürze kann zum Kochen von Rinds- und Geflügelsuppen verwendet werden oder aber auch als reine Gemüsesuppe. Achtung, durch das Konservierungssalz kann zumeist das Salz für die Suppe weggelassenwerden.

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1 Kommentar

Kommentar von: quaxi [Mitglied] E-Mail
quaxiMan kann dieses Salz auch ohne Olivenöl machen:

Sellerie (Wurzel und Grün), Pastinake/Petersilie (Wurzel und Grün),Karotten, Lauch, Zwiebel in gleichen Teilen sehr fein vermahlen (2 Mal durch den Fleischwolf mit feiner Scheibe, eventuell vorher fein schneiden), Presswasser abgießen, wiegen und im Verhältnis 1:3 (2 Teile Gemüse, 1 Teil Salz) vermischen und ganz dicht in Gläser einfüllen.
Hält sich auch bei Zimmertemperatur 1 Jahr.

Optional kann man ein paar Blätter Liebstöckl mitmahlen.
12.08.12 @ 08:26

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