Archiv für: August 2011
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Spätestens seit 1987 lebt die Weltbevölkerung weit über ihre ökologischen Verhältnisse. Unser "ökologisches Budget" für 2007 war bereits 2 Monate früher verbraucht, unsere Öko-Kreditkarte ist überzogen. Aber jede noch so kleine Änderung im persönlichen Bereich ist der Anfang auf dem Weg aus der Misere.
Christina Strutt, 2008
Definition
Nachhaltigkeit bedeutet, heutige Bedürfnisse zu befriedigen und künftigen Generationen die Möglichkeit zu geben, ihrerseits ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also, dass wir unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben!
Der Grundgedanke der Nachhaltigkeit ist jedem Forst- oder Landwirt seit langem bekannt. Er beinhaltet in der Forstwirtschaft ursprünglich die Erkenntnis, dass dem System Wald nicht mehr Bäume entnommen werden als nachwachsen können und so der Waldbestand dauerhaft gesichert wird. Später wurde der Begriff der Nachhaltigkeit um das Bestreben erweitert, auch die Regenerationsfähigkeit des ganzen Ökosystems zu erhalten! Das bedeutet, dass die Abbaurate unter der Regenerationsrate gehalten werden muss, damit der Bestand der knappen Ressourcen erhalten bleibt.
Ökologische Nachhaltigkeit:
Erhaltung des ökologischen Systems als Lebensgrundlage unter Nutzung natürlicher Ressourcen.
Ökonomische Nachhaltigkeit:
Erhaltung des ökonomischen Kapitalstocks. Nachhaltiges Einkommen hat man, wenn sich die Vermögenssituation trotz eines gewissen Verbrauchs noch verbessert bzw. gleich bleibt.
Soziale Nachhaltigkeit:
Erhalt des sozialen Kapitals durch Veränderungen und Entwicklungen in den Bereichen Ökologie und Ökonomie in Bezug auf das soziale Gefüge einer Gesellschaft. Das schließt auch soziale Normen und “Chancengleichheit” mit ein.
Substainability (Nachhaltigkeit) ist das Zusammenwirken von Ökonomie, Ökologie und gesellschaftlicher Verantwortung - drei Faktoren, die nur zusammen eine nachhaltige Entwicklung generieren können.
Ökonomischer Erfolg kann also nur dann langfristig gesichert werden, wenn gleichzeitig die Ökologie, also die belebte und unbelebte Umwelt, erhalten wird. Dazu müssen auch die unternehmerischen Handlungen gesellschaftlich tragbar sein.
Analysten sagen bereits heute voraus, dass diejenigen Unternehmen, die wenig Energie und Wasser verbrauchen, geringe Abfallmengen erzeugen und gut mit ihren Mitarbeitern umgehen, die höheren Gewinne abwerfen werden.
(Nach langer Suche habe ich diese kompakte und gute Beschreibung/ Zusammenfassung für Nachhaltigkeit gefunden unter http://www.ogee.de/blog/2006/12/18/definition-nachhaltigkeit/ - leider git es diese Seite nicht mehr.).
Nachhaltigkeit kann, wie Du aus der Definition ersiehst, heute vieles bedeuten. Man kann sie sehr rigide definieren oder wirtschaftlichen Interessen unterwerfen. Ich persönlich wehre mich dagegen, Nachhaltigkeit - wie ehemals - nur unter ökonomischen Gesichtspunkten zu sehen, ich sehe Nachhaltigkeit viel lieber so:
Ich will so leben und wirtschaften, dass die folgenden sieben Generationen meiner Nachfahren ebenso gut und sorgsam leben können wie ich. Außerdem will ich das Wissen um nachhaltige Lebensweisen und den Respekt vor unserer Mutter Erde weitergeben und dadurch die Erkenntnis in meinen Kindern verankern, dass auch sie für die künftigen sieben Generationen Sorge tragen und ihren Kindern Wissen und Respekt vermitteln müssen.
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